Mittagsposition: 49° 41.29 N, 009° 05.92 W, Etmal: 140,0 sm.
Aktueller Standort mit dem zurückgelegten „Pfad“.
Der Tag beginnt ja für mich mitten in der Nacht. Punkt 00.00 Uhr wird die Mitternachts-Position „gemacht“. 121,7 sm haben wir am 10.08. geschafft.
Und gleich danach geht es weiter mit Brot backen. Damit fing meine Wache schon an. Zusammenfügen, mischen, kneten. Und nun formen. Danach gart das Brot noch mal 90 Minuten.
Um 03 Uhr zum Wachwechsel ist das Brot fertig. Und ich auch. Schön, die Wache übergeben zu können!
Mittags dann die freudige Feststellung: Wir sind wieder in Europa! Im Norden Irland, im Süden Spanien, im Osten der Kanal, noch 160 Meilen bis zu meinem virtuellen „Einfahrts-Punkt“. Ja – da gibt es keine Diskussionen mehr!
Und aus der Heimat erreicht mich die Nachricht, dass RE wieder in MarineTraffic zu sehen ist. (Das ist der Link oben links auf der Homepage!) Ja – super!
Und auf die Frage nach der Bevorratung habe ich geantwortet:
Bevorratung ist einfach, ich lebe ja seit 5 Jahren an Bord. Problem wird dann nur das Ausräumen für den Winter.…
Die letzten ungekühlten Eier sind gerade weg, jetzt gibt es nur noch 12 im Kühlschrank.
Langsam kommen dann die lang haltbaren Sachen dran: Weißkohl, Süßkartoffeln. Äpfel sind noch 3 da. Zitronen und Limetten müssen bald... Zwiebeln werden noch ein wenig länger reichen.
Die TK liefert aber noch länger quasi frisches Gemüse. Steaks sind vorgestern zu Ende gegangen. Aber nun gibt es noch Eintöpfe mit Corned Beef.
Also - vier Wochen schaffen wir noch locker. Dann gibt es nicht mehr viel Neues, dann müssen wir mit Wiederholungen leben. Bis dahin habe ich noch min. 10 verschiedene Gerichte, die es bisher nicht gab... Aber da sind dann schon Dosen bei…
Ralf:
Die Südspitze Irlands liegt 111 sm nördlich von uns. Wir nähern uns dem Kanal und schon ist Verkehr wie auf der A7. Im Morgengrauen überholt uns ein Tanker. Gleichzeitig kreuzt ein Frachter von Steuerbord. 100 m Punkt der nächsten Annäherung (CPA) sind mir etwas zu unsicher. Nach einem Anruf auf Kanal 16 und Beleuchtung der Segel, ändert er den Kurs und passiert mit knapp einer halben Seemeile voraus. Kurze Zeit später schmeißt uns ein spanischer Fischer drei Bojen in den Weg. Zum Glück sind sie mit AIS ausgerüstet, denn optisch zu sehen sind sie bei dem grauen Licht und im Seegang erst im letzten Augenblick. Die erste passieren wir mit 100 m, die nächsten mit 2-3 Kabeln Abstand, ohne sie zu sehen.
Ja – das ist ein Link, das mit dem Kabel! Zum Glossar. Dass Du nicht nachfragen musst, oder sogar was lernst! Hihihi!
Nach einem grauen Start wird der Tag noch sonnig und warm. RE läuft hoch am Wind und wir genießen die sonnige Wärme. Über den Nachmittag nimmt der Wind ab und schläft gegen Abend fast ganz ein. Da müssen wir dann doch einen Motor dazuschalten. Nur einen, denn Diesel ist kostbar.
Zum Abendessen machen wir Brotzeit: frischgebackenes Brot, Thunfischaufstrich, Hummus, Oliven, Sprossen, Roastbeef-Aufschnitt und Camembert. Roastbeef und Thunfisch zusammen schmecken wie Vitello Tonnato. Und für jeden gibt es eine Dose Bier. Ohne Bier wäre es ja keine Brotzeit.
Und ohne Bild kein ordentlicher Food-Blog!