2026 08 16 Endlich zu Hause!

Mittagsposition: 52° 49.82 N, 003° 36.64 E, Etmal: 92,2 sm.

Mittagspositionen

Aktueller Standort mit dem zurückgelegten „Pfad“.

Zeitumstellung! UTC + 2 = MESZ, wir sind zu Hause angekommen! Nun trennen uns nur noch ein paar Meilen!Tja – und das Wetter. Wir haben es „norddeutsch“: Grau, kühl, nieselig. Wind so, wie man ihn nicht gebrauchen kann…. Und aus der Heimat erreichen uns die Nachrichten über Dürre, Hitze, Waldbrände und Tiefst-Pegel. Kaum vorstellbar, dass das unsere Probleme in einer Woche sein werden!

Ralf:

Der Wind ist eingeschlafen. Zum Wachwechsel hatte Chrischan schon die Segel geborgen und den Motor angeschmissen. Schöner Nebeneffekt, der Seegang lässt nach und das schaukeln wird weniger. Wir steuern entlang der niederländischen Küste Nord-Nordost, sind aber so weit draußen, dass wir die Küste nicht sehen können.

Den ganzen Tag motoren wir. Der Wind kommt zwar immer mehr aus der richtigen Richtung, hält sich also an die Vorhersagen, ist aber so schwach, dass sich die Segel selbst nur zur Motorunterstützung nicht lohnen. Wir vertrödeln den Tag. Als Chrischan hochkommt, macht er zu einem verspäteten Frühstück Pancakes. Wir lesen, machen ein paar Arbeiten an Bord, bereiten das Abendessen vor.

Am Spätnachmittag dreht der Wind, sodass wir die Segel wieder zur Unterstützung setzen können.Vor Texel kreuzen wir das Verkehrstrennungsgebiet und fahren in die Küstenverkehrszone. Jetzt noch um die Ecke rum, dann sind wir auf Heimatkurs direkt Richtung Deutsche Bucht. See und Himmel bleiben grau. Die Sonne leuchtet nur ab und zu durch die Wolken. Ein paar Regenschauer sind auch mit dabei.

Zum Abendessen gibt es in einer Gemeinschaftsproduktion einen Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf: eine Schicht Kartoffel-Süsskartoffel-Püree, darauf mit Zwiebeln angebratenes Corned Beef, dann mit Ananas verfeinertes Sauerkraut, darauf eine weitere Schicht Püree und Reibekäse. Und im Ofen überbacken.

Zu den Bildern:
Auf dem Navigationsbildschirm haben wir das Radarbild überlagert. Die roten "Blips" sind Kontakte. Die AIS-Schiffe sind mit dem Schiffssymbol erkennbar. RE ist das voll schwarze Schiffchen. Und am linken Rand sieht man ein Windkraft-Feld. Jeder Turm hat einen Signal-Verstärker und so ergeben die große Blips, die hier sogar ineinander verschwimmen. Dazu sieht man dann in Lila die Verkehrstrennungsgebiete, die "Autobahnen" der See.