An Land: Cape Charles Yacht Center, keine Änderung.
Morgens um 6 ist die Welt noch nicht so ganz in Ordnung: Es regnet! Und die Temperatur ist auf angenehme 25° runter! Ach – da geh ich noch ne Runde in die Koje. Der Tag ist lang genug….
Der erste Punkt des Navigationselektronik-Checks fällt gut aus: Europa-Karten funktionieren. Wichtig! Wir wollen ja nicht blind durch den Kanal. Oder wohin es uns auch verweht!
Auch der zweite Punkt bekommt ein OK! AIS funktioniert – siehe Bild.
Doch dann wird’s übel: Das Radar funktioniert nicht. Nach zweieinhalb Stunden Tests, Kontrollen und immer wieder Diskussion mit ChatGPT stellt es sich so dar:
Meine aktuelle Einschätzung (sagt ChatGPT)
Mit den neuen Informationen würde ich die Wahrscheinlichkeiten jetzt etwa so sehen:
• 70 % Defekt der internen Elektronik (Spannungsversorgung, Prozessor oder Hauptplatine)
• 20 % Unterbrechung der 12-V-Versorgung (Kontaktproblem, Sicherung, Steckverbinder)
• 10 % Ethernet-Problem
Ich habe noch eine Idee für einen sehr aussagekräftigen Test: Das HALO20+ besitzt intern Status-LEDs auf der Elektronikplatine, die über Blinkcodes den Betriebszustand anzeigen. Wenn Du bereit bist, das Radom vom Mast zu nehmen und den Deckel abzunehmen (natürlich spannungsfrei und mit neuer Dichtung bzw. sorgfältigem Wiederverschließen), können wir anhand der LED-Blinkmuster sehr gezielt feststellen, ob das Gerät abstürzt, die Stromversorgung zusammenbricht oder eine interne Schutzabschaltung auslöst. Das wäre der nächste sinnvolle Schritt, bevor man das Radar zur Reparatur gibt.
Nee – in den Mast steige ich nun nicht und versuche da den Deckel ab zu nehmen. Eine neue Dichtung hab ich auch nicht. Und ich denke bei dem Verhalten eher, dass es ein thermisches Problem ist. Oder ein alter Kondensator. Bei ersterem kommt die Hoffnung: Wenn wir in Nebel kommen, dann ist das eher nördlich – wir werden bis an die Eisgrenze ran fahren. Und da ist es kalt… Und bei zweiterem: Da kann ich dann jetzt auch nichts mehr tun…
Die zweite schlechte Nachricht kommt erwartet: Ich bekomme aus meinem AIS-Gerät die Bbezeichnung „SoloSailor“ nicht raus. Mein Computer hatte in den letzten Jahren immer Schwierigkeiten. Treiber-Problem. Und für Win11 gibt es wohl keine Treiber… Und mein – lieb gestreichelter – Win10 Rechner stürzt schneller ab, als ich ihn bedienen kann. Nach dem 7. Versuch gebe ich (erstmal?) auf.
Dann wird RE liftklar und hafenklar gemacht. Für den Lift die dicken Tampen als Fender. Die Spalte zwischen Bordwand und Mauer ist weniger als 5 cm. Da passt kein Fender zwischen.
Und anschließend will ich anlegen – also Fender müssen klar zum sein. Aber dürfen noch nicht außenbords hängen. Und die Leinen müssen auch klar zum sein. Das Oberdeck muss frei sein, dass ich hin und her laufen kann. Alles zusammen auch nicht in einer halben Stunde erledigt. Siehe Fotos!
Zu guter Letzt kommen dann noch die beiden Achterspiegel dran. Säubern, entrosten, den Klebestreifen weg machen, polieren. Heute denke ich mal an „vorher“ „hinterher“ Fotos.
Dazu noch der vorgesehene Liegeplatz.
Feierabend. Auf ein Restaurant-Besuch habe ich keine Lust. Also – zum FoodLion, mal sehen…. Und vor dem FoodLion gibt es einen China-Man. Ach – das sieht gut aus. So gibt es heute Abendessen auf „ich koche amerikanisch“. Nehme von China-Man eine Portion „Shanghai Mai Fun“ mit. Viel zu groß – ich schaffe gerade mal ein Drittel…
Inzwischen ist es fast schon kühl! 25 – 26° den ganzen Tag lang, das macht Spaß. In der Nacht geht es sogar auf 24° runter. Da brauche ich schon eine Decke! Schön!