An Land: Cape Charles Yacht Center, keine Änderung.
Ausschlafen bis halb 9 Uhr. Ok - ich hatte mir von 2 bis 4 Uhr einen Boxenstopp gegönnt, incl. Anhörens eines Podcastes. Dabei schlafe ich ja eigentlich immer ein. Also kann ich nun feststellen: Fast immer…
Und morgens begrüßt mich Niesel-Regen. Auch nicht schlimm, ich habe noch genügend unter Deck zu tun...
Der Nieselregen wächst dann zu strömenden Regen. Das gibt Zeit, den nächsten Bericht für die HP zu schreiben..
Kleinarbeiten kommen heute dran. Und den späteren Vormittag nutze ich zu einer Einkaufstour zu einem Farmers Market. Möchte ungekühlte Eier haben, für die Karibik hatte ich welche von Mike in Coles Point bekommen und die haben mehr als 3 Monate durch gehalten! Die junge Verkäuferin versteht nicht, was ich möchte. Erst der alte – wohl – Ladenbesitzer lacht dann: Nein, ungekühlt verkaufen wir nicht! Also dann eben welche aus der Kühlung. Dazu dann schon mal ne Runde Kartoffeln, Zwiebeln, Wassermelone, Erdnüsse in Schale und sonst noch was. Zusammen 30,- $. Nun – allein der Preis hat die Fahrt gelohnt!
Auf dem Rückweg dann ein letztes Mal: Diesel tanken. Trumps Hormus-Politik hat den Dieselpreis auf rund 5,40 $ steigen lassen. Gut – für die Gallone, das sind 1,42 €/l. Für uns noch immer erträglich. Für die Amis eine Katastrophe! Gut, dass hier kaum ein PKW mit Diesel fährt…
533 l Diesel seit Verlassen von Coles Point Ende November bis Anlegen Cape Charles im März. Knapp 200 Stunden motort. Das ist die Bilanz, wenn man Besuch hat und zu gewissen Zeiten an bestimmten Orten sein muss. Das brauche ich sonst kaum im Jahr…
Zwischendurch gibt es wieder ein Mix aus Nieselregen und strömenden Regen. Dann Sonne. Bei 31° im Schatten merkt man die Luftfeuchte dann doch. Heißt, alle paar Stunden wechsle ich das T-Shirt.
Am Tagesende stelle ich fest: Ne Menge an Kleinigkeiten geschafft. So ist die Klappe des Durchbruchs für den Tiefenmesser (hoffentlich auch im Wasser) wieder „gängig“. Auf dem Foto sieht man sie in offener Position – man schaut direkt in Schiffsinnere…
Rostflecken gibt es jetzt auch kaum noch. Siehe Fotos – das sind die Auslässe des Kettenkastens. Ein wenig geputzt und fertig entrostet!
Abends – ohne Sonne – wird dann die Außenhaut gewachst. Gewachst? Ja – bei dem Reinigen entfettet man ja die Oberfläche. Und nun wird sie wieder eingefettet, dass möglichst viel, möglichst lange nichts anhaften lässt… Und dabei denke ich an meine so gerne putzende Freundin! Sie hätte sicher ihren Spaß am Wachsen. Sieht man den Erfolg doch sofort und mit der „Peter-Maschine“ ist es eine wahre Freude, wie man voran kommt. (Bei Peter habe ich eine wunderbare Schleifmaschine für den Handbetrieb kennen gelernt. Und klar – die ist inzwischen auch an Bord…) Auf dem Foto sieht man die gegen den gewachste Fläche sehr schön!
Zu guter Letzt streiche ich dann noch die hochbelasteten Stellen mit zwei weiteren Lagen Anti-Fouling. Die Erfahrung zeigt, was der Hydrodynamiker sowieso und sofort sagen würde: Am Bug und an der Vorderseite der Ruderblätter „schleift“ das Anti-Fouling am schnellsten ab. Nun ist es da besonders dick. Und die Bordauslässe haben die Profis mit der Rolle nicht erreichen können. Muscheln finden das toll! So helfe ich ein wenig mit dem Pinsel nach… Hier denke ich mal an Foto vorher und hinterher...