Hafenlieger: Cape Charles Yacht Center, am Ende des Steges, keine Änderung.
Der Titel ist Programm. Mit allen verfügbaren Lüftern blase ich Luft in die Zwischenräume zwischen Innenausbau und Rumpf. Denn RE ist nass, klatschnass. Klar – alle Bilgen sind inzwischen leer, alles steht „oben“ rum. Und damit im Weg. Ich tappere ganz vorsichtig durchs Boot.
Und wieder macht das Wetter nicht das, was es soll. Nebel bis ca. 13 Uhr, dann Regen. Morgens begrüßt mich zaghafter Sonnenschein. Nutze ich, alle Luken auf, alle Bodenbretter hoch, alle Klappen auf.
Im Regenradar kommt der dicke Regen um 11 Uhr – so lange will ich es nutzen. Und dann verschiebt sich der Regen Stunde um Stunde. Ich kann also immer mehr machen. Das Dinghy wird ziemlich fein gemacht.
Zwischendurch werden die durchweichten Kartons aus der Bilge entsorgt. Und der nächste Durchgang durch alle tiefen Stellen. Wasser aufnehmen. Ich habe das Gefühl die Lüftung bringt nur noch mehr Schwitzwasser.
Dann sticht mich der Hafer. Es ist bald halb 4 Uhr und der Regen ist immer noch nicht da. Ich könnte die Focks runter nehmen! ?? Na ja – jedenfalls alles vorbereiten. Den ParaSailor aus der Segellast. Die Säcke für die Focks rausholen, die Persenning für das Dinghy gleich mit. Die Segellast so stauen, dass zumindest eine Fock hier runter kann.
Es sieht immer noch gut aus. Also beginne ich mit dem Runterholen. Das wäre nicht so kompliziert. Aber ich will beide Focks dabei gleich ordentlich zusammen legen. Alleine eine Schinderei! Ein, zwei Meter runter, fest. Rechts in Schlingen auflegen, links in Schlingen auflegen. Und dann die nächsten 1, 2 Meter.
Klar – jetzt fängt es doch an zu regnen! ?? Also – schnell den Para in die Segellast, damit der nicht nass wird. Kaum ist der sicher, da zeigt der Himmel an, dass die 20 Tropfen alles war! Weiter Focks runter, zusammenlegen. Und am Ende aufrollen und in den Sack. Whow! So gut habe ich das noch nie hin bekommen. Eng und kurz! Beide (!!) Säcke passen in die Segellast. Und der Para – zwischendurch wieder raus – als letztes rein. Klappe zu! Hurra!
Luken zu, es wird dunkel und kühl und für heute ist Lüften zu Ende. Beim „Abbau“ der Lüfter habe ich wirklich das Gefühl, genau an der Wasserlinie hört die Feuchte auf. Hat das ganze Lüften nur genügend feuchte Luft an die Außenhaut gebracht?? Nun – morgen kommt RE aus dem Wasser (hoffentlich) und dann kann die Außenhaut sich auf Außentemperatur erwärmen. Dann bringt das Lüften hoffentlich mehr.
Ich gönne mir wieder ein fischiges Abendessen, dieses Mal selbstgemacht an Bord. Dazu die vorläufigen Ergebnisse der Landtagswahl in BaWü. Grüne oder CDU? Es sieht knapp besser für die Grünen aus. Doch die alte Volkspartei SPD muss froh sein, überhaupt in den Landtag zu kommen. Knapp über 5%! Das ist nun nur noch eine Splittergruppe und keine Volkspartei mehr! Und die Stimmen einiger Befragter: Die kümmern sich ja nur um die Arbeitslosen und nicht um die „kleinen“ Arbeiter. Tja – das war in den letzten Jahren auch so mein Gefühl. Vielleicht bringt Klientel-Politik doch mehr Wählerstimmen… Gute Nacht!