2026 07 14 Norfolk

Tour nach Norfolk, am Ende geben wir das Auto ab.

Heute berichtet Ralf:

Fast genau sechs Jahre, nachdem ich die RE mit Chrischan und Michèle aus Cartagena geholt habe, folgt nun das nächste RE-Abenteuer, die Rückverlegung der RE von Cape Charles, Virginia, nach (wahrscheinlich) Hamburg.

Die Reise nach Norfolk war lang. Nach fast 18 Stunden konnte Chrischan mich in Norfolk am Flughafen abholen. Mit dem Mietwagen ging es dann nach Cape Charles. Ein hochmodernes Auto. Leider hat die KI-Sprachassistentin unsere Unterhaltung als Sprachbefehle wahrgenommen, und sowohl uns als auch die Navigation ständig unterbrochen. Selbst Kraftausdrücke konnten sie nicht davon abhalten.

Es wurde erwartungsgemäß eine kurze Nacht, nachdem ich nach deutscher Zeit zu einer Zeit in die Koje gekommen bin, zu der man in Deutschland eher an Aufstehen gedacht hätte. Der an europäische Sommerzeit gewöhnter Körper lässt sich nicht so einfach auf East Coast Time umstellen. Um 5 Uhr bin ich hellwach, trotz nur 4 Stunden Schlaf. Um 6 dann aufstehen, Chrischan ist auch schon wach.

Am Vormittag machen wir den letzten Einkauf im FoodLion in Cape Charles. Nachdem wir die Einkäufe auf der RE verstaut haben, geht es über die/den Chesapeake Bay Bridge Tunnel nach Norfolk zum Botanischen Garten.

Der Garten ist nett, aber 23 US$ Eintritt pro Person sind schon eine Hausnummer. Herausgerissen hat es eine kleine Tour mit der Garten-Besichtigungsbahn und der Besuch im Schmetterlingshaus. Insbesondere die Raupen der großen Arten waren interessant und wir konnten 2 Schmetterlingen beim Verlassen ihrer Verpuppungshüllen zusehen.

Die noch angebotene Bootstour haben wir uns geschenkt, nachdem sie nochmal 15 US$ extra kosten sollte. Seefahrt bekommen wir in den nächsten Wochen noch genug.

Ein Besuch der Harbourfront folgte. Von dort spazierten wir zum Hampton Roads Naval Museum, wo das Schlachtschiff ‚Wisconsin‘ als historische Sehenswürdigkeit liegt. In den 1940er-Jahren gebaut, diente das Schiff in den letzten Jahren des 2. Weltkriegs, im Korea-Krieg und nach einer Modernisierung in Operation Desert Storm 1991. Seit 2006 ist sie als Museumsschiff fest verankert.

Nach Abgabe des Mietwagens am Flughafen wurden wir von einem Taxifahrer aus Cape Charles zur dortigen Brewery gebracht. Dort gibt es Craft-Beer und typischen amerikanischen ‚Hillbilly‘-Food. Auf das Essen folgt der Fußmarsch zum Cape Charles Yacht-Center, wo die RE an einem Schwimmsteg liegt. So können wir wenigsten schon mal ein bisschen verdauen. Auf dem Vorschiff lassen wir mit Bier und Sonnenuntergang den Abend ausklingen.

Es tut gut wieder auf der RE zu sein. Um es mit Boris Herrmann zu sagen: ‚Ein Boot ist nicht nur eine Maschine, es ist etwas, zu dem man eine emotionale Beziehung hat. Und morgen, nach dem Seeklarmachen, wollen wir los!

© 2020 C. Fuhrmann