2026 07 05 Rückkehr an Bord

Zurück nach Cape Charles Yacht Center, Virginia.

Die Reise geht auf ihre letzte Etappe: RE nach Hause holen. Ausräumen, was auf alle Fälle von Bord soll und dann in den Verkauf. Es ist zurzeit kein gutes Verkaufsklima, die Leute, die sich eine Lagoon 42 leisten wollen und können sind wohl von der allgemeinen Weltlage ein wenig verunsichert.

Auf meine Anzeige hat sich nur ein unseriöser Interessent gemeldet und mir 200.000 $ in der Schweiz (!!) angeboten. 11 andere haben sich zwar RE markiert, sich aber nie gemeldet. Nun – neben der allgemeinen Lage kommt noch dazu, dass RE mit 230 V und ohne große Klima-Anlage nicht so sehr dem amerikanischen Durchschnitt entspricht.

Alles zusammen: RE kommt nach Europa und hier kann ich in Ruhe, auch wenn es Jahre dauert, einen Käufer suchen. Und für Touren innerhalb von Deutschland (Wedel → Bingen oder zurück) oder auf der Ostsee haben sich schon erste Interessenten gemeldet. (Und wenn Du Interesse hast, melde Dich!)

So wache ich an diesem Sonntag schon um 3 Uhr auf – zu früh, aber das mit dem Einschlafen klappt nicht mehr. Um halb 6 dann „Schnauze voll“ → aufstehen. Schadet ja nichts, wenn ich nicht zu spät am Flughafen bin!
Und die Fahrt nach FRA ist herrlich: Soooo leere Autobahnen! Da geht das in 40 Minuten!

American Airlines geht ab Terminal 3! Ich wusste gar nicht, dass es das gibt! Dort empfangen mich super entspannte Leute. Hilfsbereit wird mir der Weg gewiesen. Supernett werde ich durch die Sicherheitskontrolle geschleust. Christin (die Besucherin über Weihnachten / Neujahr) hat mir hier die neueste Technik hin gestellt! Ich brauche meinen voll Elektronik gestopften Rucksack nicht zu öffnen. Sprengstoff und alles gefährliche erkennt die Technik. Auch und insbesondere die Passkontrolle läuft auch am Automaten.

Und danach wird es noch beeindruckender: Terminal 3 (T3) ist LEER! Ich durchwandere es einmal komplett. Eine ganz neue Perspektive erwarte mich – ich sehe rüber nach T1 und T2!

Dann komme ich an einer „Komfortzone“ vorbei. Sehr bequeme Sessel! Da kann ich nicht widerstehen. So wird die Wanderung unterbrochen….

An einem Stand möchte ich Tee haben. Er ist noch am Putzen. Und die Kasse ist auch noch nicht gestartet. Aber einen Tee gibt er mir dann so! Nun – den genieße ich dann im Sessel…

Auf der anderen Seite gibt es wieder eine anders gestaltete Sitzlandschaft. Gut geeignet zum lang hinlegen – und Schlafen. Tun ein paar Leute. Aber auch für Menschenmassen sind sie hier in T3 vorbereitet: Siehe das nächste Sitze-Foto!

Boarding und Abflug sind dann unspektakulär. Erwähnenswert nur, dass wir mehr als pünktlich sind. Doch ein teils kräftiger Wind bremst uns aus. Der Flug nach CLT (Charlotte, North Carolina) dauert mehr als 9 ½ Stunden. Und ich versteh die Menschen nicht: Die Kabine ist durchgängig abgedunkelt. Wir könnten auch bei Nacht fliegen. Nur bei mir ist die Verdunkelung ca. 3 mm offen. Ortszeit 11:15 Charlotte = 17:15 in D landen wir dann.

Über 5 Stunden Aufenthalt – die am Ende dann mit einer Verspätung deutlich über 6 werden. Ich wandere ein wenig, aber hier ist das Kontrast-Programm: Bumsvoll, in den einzelnen „Armen“ schlecht klimatisiert. So bleibe ich dann im „Haupthaus“, setze mich in einen Schaukelstuhl und schaue ein paar Filme. Den Biergarten meide ich. Hihihi!

Der Flieger nach ORF – Norfolk hat nicht nur Verspätung, sondern darf dann noch eine gute halbe Stunde auf dem Rollfeld in ORF stehe, da das Gate noch nicht frei ist.

Gerade noch inner der Öfnungszeiten komme ich bei der Wagenvermietung an. Alle anderen Car rentals haben 1 Kunden und 3 Leute am Schalter.
Hertz hat 6 Kunden und 1 Bedingungen…
Mit meiner Kreditkarte gibt es Probleme. Oh weh. Hat doch bis hier hin alles recht gut geklappt! Doch im 4 oder 5 Versuch schafft die Dame es. Und ich werde entlassen. In die schwüle Hitze von Virginia! Die erschlägt mich dann fast, als ich ins Unklimatisierte trete! 35° nachts um 21 Uhr! Bei rund 85% Luftfeuchte!

Der Wagen – ein Volkswagen Tiguan (oder so…) mag zwar keine Verbindung mit meinem Handy, bringt mich aber auch so nach Cape Charles.

Nun muss ich RE erst mal suchen. Doch ich habe von der Überwachungskamera mir einen Film geholt und so eine Idee, wo ich sie finde. Vor einer großen Halle – und davon gibt es hier nur eine…! Selbst eine Leiter steht da! Ob die gearbeitet haben oder sogar dran gedacht, dass ich heute Nacht ankomme? Eher ersteres! Hihihi!

An Bord ist es staubig. Richtig staubig. Auch innen.

Wasser angeschlossen, geduscht und ordentlich Bier bekommen. Klimaanlage läuft. Und ich falle jetzt, nach Zähneputzen, ins Bett.

Welcome on board. Aber: Schaukeln tut meine Welt noch nicht wieder!

RE verlegt am 16.05.26! Ein Filmchen meiner Überwachung...