Mittagsposition: Cape Canaveral, mitten im Hafen, auslaufend.
Der Morgen beginnt mit schlechten Nachrichten. Und einem schnellen Entschluss: Ich fahre jetzt nach Hause. Also – nach Europa. Das Wetter zeigt küstennah für die nächsten 50 – 60 Stunden ruhigen Südwind an. Also – min. 100 Meilen und damit dann an St. Augustine vorbei werde ich kommen!
Doch – zunächst will ich noch im Stillen vor Anker den Kühlschrank fertig machen. Also – den alten Thermostaten ausbauen, den neuen ein. Klingt einfach und schnell. Aber wie immer steckt der Teufel im Detail. Hier eine verdeckte Schraube, da ein – fast – zu kurzer Draht. Am Ende aber: Kühlschrank läuft wieder! Hurra!
Gegen 11 Uhr beginnt dann das Anker-Auf-Manöver. Allein heißt das ja rennen von vorne in den Steuerstand und zurück. Klappt aber wunderbar. 10 Minuten später kann ich die Schleuse anfunken. Heute dann ohne Delfine oder Manatees. Dafür mit einem anderen Motorboot. Die Schleusung nutze ich, das Groß klar zu machen.
Dann die Brücke, macht heute wieder nur einen Flügel für mich auf. Auf der anderen Seite liegt ein Arbeitsboot. Nun – inzwischen weiß ich ja, dass es gut passt. Trotzdem wären mir beide Flügel hoch lieber.
Im Hafen selbst fährt RE ja selbstständig. So kann ich die Fender und Leinen verstauen und das Vorschiff hochsee-klar machen. Kurz nach 12 Uhr sind wir dann „draußen“. Eine sanfte Dünung empfängt uns. Und ein netter Wind. Gerade gut genug zum Segeln. Und als ich dann auf Nordkurs eindrehen kann, auch gut für die Doppelfock.
Die nächsten Stunden geht es dann an den verschiedenen Startkomplexen vorbei, bis dann auch die in der Abendsonne verschwinden. Ein wenig wehmütig ist mir dann doch zumute. Das war’s mit Canaveral und Raketenstarts. Doch sehr beeindruckend. Der Zettel mit den Seefunk-Kanälen verschwindet und damit schließt sich das Kapitel Cape Canaveral! Ich war gerne hier!