2026 01 17 Verlegen nach Nassau Junkanoo Bay

Verlegen: von Nassau Ost, vor Fort Montagu nach Nassau West, Junkanoo Bay.

Die Windvorhersage bringt ab Mitte nächster Woche heftige Ostwinde. Dann ist der Ankerplatz hier im Osten nicht gemütlich. Und heute ist ein netter, fast zu schwacher Ostwind vorhergesagt. Also vergeht der Vormittag mit gemütlichem Vorbereiten des Verlegens. Kurz noch an Land: Müll weg und noch einmal in meinem Lieblings-Supermarkt hier Obst einkaufen.

Beim „Nachbarn“ ist die Polizei. Ist heute zwar ein anderes Polizei-Boot. Aber irgendwie beunruhigend!! Doch auch dieses Mal lassen sie mich zufrieden. Interessieren würde es mich schon: Was kontrollieren die nur??

Kurz nach 13 Uhr ist dann Ernst. Anker auf. Bei 10 m sitzt der Reiter. Doch es klappt alles wunderbar. Hahnepot und Reiter kommen gut an Oberdeck, können schnell von der Kette gelöst werden. Raus aus dem Ankerfeld. Und dann fährt RE alleine. Ich habe den Kurs vorher programmiert.

Und klar: An der engsten Stelle kommen mit ein größerer Fähr-Kat und ein Sportboot und dann noch ein kleinerer Fähr-Kat entgegen. Kurz den Autopilot raus. Und kaum ist die Engstelle passiert – Autopilot wieder rein. Und: Kein weiterer Entgegenkommer.

Kurz danach kann ich die Fock zur Unterstützung setzen. Und mit der nächsten Kursänderung dann die Doppelfock aufklappen und den Motor aus machen. Gut – schnell ist anders. Zwischen 3,0 und 3,5 Knoten macht RE. Doch was soll’s? Ich habe heute nichts mehr vor und vor Sonnenuntergang sind wir allemal angekommen.

So umfahre ich Paradies Island und mache Fotos von Osten, Norden und dann am Ende von Westen…

Eine Stunde später steht RE vor der Hafeneinfahrt. Fock bergen ist mit dem eFurler ja nur ein Knopfdruck und ein wenig Leine geben. Motor an. RE fährt weiter. Und selbst hier in der Hafeneinfahrt: Kein anderer.

Gleich bei der Hafeneinfahrt ist die Ankerbucht. Und ich bin: Bass erstaunt. Nur ein anderer Segler – ein Kat – liegt hier. Da hatte ich eine knallvolle Bucht erwartet. Bei der Vorhersage…. Aber: Das ist ja schön! Anker werfen, kurzes Seeklar zurück und ich bin angekommen. Wahrscheinlich für die nächsten eineinhalb Wochen. Wenn das kein Ankerbier wert ist!

Gegen 18.33 Uhr stelle ich fest:
- Ich bin müde, könnte ins Bett fallen.
- Um 18:33 Uhr kann ich doch nicht ins Bett fallen!

Also noch einen Film schauen, die Kreuzfahrer aus dem Hafen jagen und noch ein wenig lesen. Bis nach 21 Uhr schaffe ich es. Dann darf ich? Ach egal – ob ich nun darf oder nicht: Gute Nacht!