2025 12 19 WPB to FL

Mittagsposition: 26° 19.78 N, 080° 03.25 W, Etmal: 26,2 sm.

Das Programm ist einfach – und funktioniert gut! Um 6 Uhr aufstehen, 6.30 Anker auf und los! Es ist hell genug, um die anderen Boote im Ankerfdeld sicher zu umkurven. Um 6.50 bin ich wieder auf dem Atlantik. Bei der Ausfahrt habe ich Schwierigkeiten mit einem (kleinen) Kreuzfahrer. Der hat Kurs so, dass er in wenigen Minuten auf den Strand läuft. Will er sicher nicht, so weiche ich ihm nach rechts aus. Aber das ist vor seiner Kurslinie. Er tutet empört, ändert dann aber abrupt seinen Kurs auf die Hafeneinfahrt aus….

Der Wind reicht gerade aus, die Fock stehen zu lassen, so kommt die dazu. Südwärts.
Und was in Main die Hummerkorb-Bojen sind, das sind hier die kleinen Angler-Boote. Nur dass die von bescheuerten Menschen bewegt werden, während in Main die Körbe still liegen.

Schlimmstes Beispiel: Die WARBUX. Liegt an meiner Backbord Seite, wenige Meter meiner Kurslinie. Bug rechts, aber still treibend. Heißt, Ihr Kurs zeigt dann, wenn sie Fahrt aufnimmt, genau auf mich! So auf ca. 100 Meter drehe ich nach rechts ab, so dass ich vor ihr mit ca. 50 Meter entlang schramme. Und klar: Auf UKW 16, dem internationalen Anrufkanal bekomme ich keine Antwort. Hat der nicht oder hat er ausgeschaltet.
Und dann kommt es, wie es kommen muss: Bei ca. 50 Meter beschleunigt er – gerade aus! Nicht abdrehend. Ich kurble sofort nach links. So dass ich hinter ihm durchgehe. Das bemerken die Angler, die ihre Angeln – klar – alle nach hinten raus haben. Da fahre ich nun drüber. Riesengeschrei! Also fahre ich – ich bin ja nett – einen Vollkreis. Halte das Funkgerät hoch – auch ein eigentlich unter Seeleuten bekanntes Zeichen, mal an den Apparat zu gehen. Fehlanzeige! Inzwischen hat der „Kaptän“ bemerkt, dass es besser ist, abzudrehen. Also gehe ich aus meinem Kreis wieder auf Kurs. Doch was macht der? Fährt jetzt im spitzen Winkel auf meine Kurslinie und damit auf mich zu! Also – Gas raus. Nimmt der zum Anlass auch langsamer zu fahren. Nun habe ich die Sch… voll! Fahre einfach weiter. Er gibt auch wieder Gas, richtet aber seinen Kurs parallel zu mir aus. Das geht dann noch mehrere Minuten so, bis er wohl merkt, dass seine Angler keinen Katamaran aus Deutschland bewundern wollen, sondern angeln… Da nimmt er das Gas weg und fällt achteraus.

Und so ist die ganze Strecke gepflastet mit kleinen Angelbooten. Kkommt auf den Bildern (mal wieder – genau so wie die Bojen in Maine) nicht so raus!

Vorbei und entlang an Floridas schöner Atlantik-Küste. Die Bilder zeigen es!

Um 15 Uhr dann Einlaufen nach Fort Lauderdale (FL). Die Fahrt „gegen den Golfstrom“ hat besser geklappt, als erwartet. So nah unter der Küste hatte ich im Durchschnitt 0,45 kn gegenan…

Im Logbuch steht dann:
15:30 17th Street Bridge
15:40 – 16:20 Tanken bei Lauderdale Marina
16:50 Ankern vor Las Olas Blvd Bridge

Gegen 19:00 bekomme ich einen Rappel. Hier gibt es ein Dinghy-Dock. (Wenn nicht sogar DAS Dinghy-Dock von FL.) Und bis zum Publix sind es 3 Kilometer. Und bewegt habe ich mich nun die letzten Tage sicher nicht zu viel! Also – los. Obst für morgen, was Schnuckeliges zum Abendessen, zum Kochen hab ich keine Lust.

Und das hat sich gelohnt. Der Las Olas Blvd. ist so eine Amüsiermeile in FL. Restaurants, Bars, teils mit Live-Musik, bunte Lichter, kleine Büros und noch mehr Restaurants und Bars. Teils schieben sich die Menschenmassen…

Im Publix dann die Erleuchtung: Heute gibt es Sushi! Gut – dass ich meine Gier zügle und nur eine Schachtel nehmen. Selbst die ist – fast – zu viel! Und im Trampolin gibt es dann Kirschkern-Weitspucken zum Nachtisch!

Ankern mitten in Fort Lauderdale, vor „der 2. Brücke“.