2022 04 14 Flugplatz-Runde

Wanderung: Einmal zur Startbahn und rum um die Lagune

Michèle berichtet!

Um 09:00 holt Yoshi uns ab, um zum gute 8-km-entfernten berühmten Flugplatz zu spazieren. Ich hatte vorher schon in Deutschland einige Berichte hierzu gesehen und wollte mir das mal live und in Farbe anschauen. Um dorthin zu gelangen, müssen wir in den niederländischen Teil der Insel. Dies stellt aber kein Problem dar, da es keine Grenzkontrollen gibt. Der Strand, Maho-Beach, wird als einer der schönsten der Insel gelobt. Wäre er nicht umgeben von einer hässlichen Bebauung sowie einem Flughafen, von wo aus quasi im 10-Minuten-Takt lärmende und stinkende Flugzeuge starten und landen, so könnte ich dem zustimmen. Die Flieger kommen tatsächlich sehr tief rein. In einer nahegelegenen Bar schauen wir dem Spektakel etwas zu.

Und als wir uns auf den Nachhauseweg machen, begibt sich endlich auch ein großer Passagierflieger zum Start. Das müssen wir uns, aus sicherer Entfernung, noch anschauen. Leider hängt sich niemand mehr an den Zaun, um sich von dem Turbinenblast anpusten zu lassen, da es überall Hinweise gibt, die auf die Gefährlichkeit dieser Aktion hinweisen. Zwischen Maschendrahtzaun und Strand führt eine schmale Straße lang. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es diese Gefahr also nicht mehr, schließlich gibt es hierzu keine Hinweisschilder! Und so steht oder sitzt dort ein Großteil der Strandgäste schon bereit, um sich diesen stinkenden Blast um die Nase wehen zu lassen. Der Pilot dreht die Turbinen voll auf und los geht’s. Diejenigen, die nicht ins Meer gepustet werden, müssen fix „freiwillig“ ins kühle Nass, da sich ihre Badetücher, Sonnencremes, Taschen, Badelatschen etc. pepe, völlig unerwartet selbständig gemacht haben und ins Meer gepustet worden sind. Wer kann denn auch sowas ahnen? Wie sagte Albert Einstein doch so schön: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher“.

Für den Nachhauseweg nehmen wir eine andere Strecke, um so viele Eindrücke wie möglich von dieser doch recht ansehnlichen Insel mitzunehmen. Jedoch ist diese Strecke etwas länger. Vorbei geht’s an leerstehenden Bausünden, vornehmlich auf der niederländischen Seite der Insel, weiter an einem Golfplatz vorbei, der, man höre und staune, nicht saftiggrün sein muss, sondern eher einen vertrockneten Gelbstich hat. (So kann ich dann auch halbwegs mit Golf leben.) Vorbei auch an der schönsten Strandbar mit der idyllischsten Lage ever ;-)! Falls wir hier noch mal hinsegeln, dann werden wir da ankern und uns das da mal richtig gut gehen lassen!

20 Kilometer, 218 Fotos, 7 Stunden später sind wir wieder an Bord. Hatte Yoshi sich am Mittag noch selbst zu einem abendlichen Absacker eingeladen, so verzichtet er jetzt weise auf diesen letzten Teil der Reise (kleine Abänderung aus Ringelnatz’ Die Ameisen :-)). Auch wir haben dem nichts entgegenzusetzen und freuen uns auf unser Bett!

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